DSAEK, Keratoplastik
Hornhauttransplantation
Die Hornhaut (auch Cornea genannt) begrenzt das menschliche Auge nach außen und wirkt somit als natürliche Schutzbarriere und „äußere Linse“ des Auges. Damit ist sie wichtigster Bestandteil des optischen Systems. Verliert die Hornhaut ihre Transparenz, gelangt nicht mehr genügend Licht in das Auge. Dieser Lichtverlust führt zu einer starken Beeinträchtigung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung.
Eine Hornhauttransplantation ist dann oft die einzige Möglichkeit, das Sehvermögen wiederherzustellen. Bei dieser Operation wird die erkrankte Hornhaut durch die gesunde, klare Hornhaut eines Spenders ersetzt.
Derzeit werden in der Augentagesklinik folgende Eingriffe bzw. Transplantationen durchgeführt:
Laser
Mit einem der modernsten Excimerlaser werden ohne Operation oberflächliche Narben und Unregelmäßigkeiten der Hornhaut abgetragen. Dabei handelt es sich um die sogenannte Phototherapeutische Keratektomie (PTK).
Keratoplastik (perforierende KPL)
Dabei wird die fehlerhafte Hornhaut vollständig entfernt und durch eine gesunde Hornhaut ersetzt.
Lamelläre Keratoplastik
Hierbei wird nur der vordere Teil der Hornhaut ersetzt, z.B. bei oberflächlichen Narben.
DSEAK (tiefe lamelläre Keratoplastik)
Ist die unterste Schicht der Hornhaut (das Endothel) erkrankt, die restliche Hornhaut jedoch gesund, wird nur dieser fehlerhafte Teil der gesamten Hornhaut ausgetauscht.
Neuerdings ist auch diese „moderne“ tiefe Transplantation ohne Nähte mit schnellerer Heilung möglich.
Transplantate
In speziellen Laboren werden gespendete Hornhäute sorgfältig analysiert und auf Übereinstimmungen mit dem körpereigenen Gewebe des Empfängers geprüft, um die Gefahr einer Abstoßung möglichst gering zu halten. Die Augentagesklinik kooperiert mit Hornhautbanken auf nationaler (z.B. München, Berlin, Hannover) sowie internationaler Ebene (z.B. San Diego, USA). Diese Hornhautzentren sichern die Qualität der Spenden und koordinieren die individuelle Zuteilung der Transplantate an die Empfänger.
Operation
KPL perforierend/ lamellär
Mit einem speziellen Instrument wird die erkrankte Hornhaut des Patienten vollständig entfernt. Das gesunde Transplantat wird an die Größe der entnommenen Hornhaut angepasst und anschließend in die entstandene Öffnung gelegt. Befestigt wird die neue Hornhaut mit feinsten Nähten und speziellem Nahtmaterial.
DSEAK
Die fehlerhafte unterste Schicht der Hornhaut, das Endothel, wird gegen das gesunde Endothel des Spenders ausgetauscht. Eine Befestigung mittels Fadenlegung ist nicht erforderlich.
Die Operation kann ambulant und stationär durchgeführt werden. Nachuntersuchungen an den Folgetagen finden in der Augentagesklinik statt. Anschließend kann Ihr wohnortnaher Augenarzt die Nachsorge übernehmen.
Erfolgschancen
Da die Hornhauttransplantation zu den erfolgreichsten aller Gewebetransplantationen zählt, haben die Patienten gute Aussichten, nach der Operation wieder zu sehen. Medikamente, die eine Abstoßung verhindern, müssen nur vorübergehend, meist als Augentropfen, eingenommen werden. Bei unkomplizierter Ausgangslage liegt die Erfolgsrate bei über 90%.

